Kohl ist gegangen

Mit 87 Jahren verließ der Macher eines Vereines, dass nur eines kannte, den Raub und die Unlebendigkeit. Neoliberalismus, Faschismus oder Endzeitkapitalismus beschreiben sehr gut, wohin die von ihm eingeleitete Reise wirklich geht. Kohl hat nach seinen Taten, bei denen er noch lange die Auswirkungen auf die Menschen, besonders aus dem Osten, blicken konnte, die Toten sehen können. Ob es das Gewissen oder die Gewissenlosigkeit war, die das Altern auch sichtbar werden ließ, bleibt sein Geheimnis. Sein Knochengewölbe um das was andere Hirn nennen, geformt war, wurde mit einem dünner werdendem und schrumpeligem Gewebe sichtbar.

So wurde sein Äußeres immer mehr dem ähnlich, dessen Kind und Diener er freiwillig war. Auch ein Lächeln war letztlich schwer als solches erkennbar gewesen. Wäre Kohl damit vor der sogenannten Wende (Putsch/Annexion) bereits vorhanden gewesen, wäre keine Stimme an der Urne an ihn gefallen. Viel zu früh hat er die Augen für immer geschlossen und entzog sich dem Schicksal des Alterns nach neoliberalen Maßstäben bis ins Mark. Er hätte noch eine Wette mit Schröder oder Merkel eingehen können und sollen.

Kohl ist der Macher von über 6 Millionen Erwerbslose, der Macher der Arbeitslosenzahlenmanipulation (1986) und der Macher von etwa über 2000 Tote, die dem asozialen BRD System zum Opfer fielen. Und er ist der Macher Rückgabe vor Entschädigung der DDR Grundstücke, damit alte Nazis oder dessen Erben diese wieder ohne Verluste bekommen konnten. Die von den Grundstücken geworfenen Menschen aus der DDR bekamen weder Dank noch Entschädigung für die Pflege und Instandhaltung, sondern eben den Rausschmiss. Heute sitzen etwa 200000 Erben der Nazis, die damals aus der DDR vor der Strafverfolgung flohen, in den Neuen Bundesländern auf geraubten Grundstücken von verurteilten NS-Verbrechern, die Kohl allesamt so liebte.

Das DDR Volkseigentum nahmen sich diese Endzeitkapitalisten unter Kohl der BRD. Dafür wurde immer wieder der Unsinn von vielen Schulden und einer maroden Wirtschaft gefaselt. Dabei wird immer wieder verschwiegen, dass alle Kredite zurück bezahlt wurden. Während des Märchen Erzählens nahmen sich Konzerne und Bund das Volkseigentum. Die blühenden Landschaften wuchsen überall dort wo Betriebe dem Erdboden gleichgemacht wurde. Die Zeitungen, überhaupt die Medien vielen an Verlagskonzerne und Medienunternehmen der BRD. So stehen durch Kohl viele Menschen der DDR durch die Räuber der BRD ohne Habe, ohne Erwerbstätigkeit, ohne Haus oder Wohnung, ohne Bildung und ohne Rente da.

Die Medien vergießen bereits den dritten Tag auf fast jeden Kanal Krokodilstränen und Lob preisen den Nazikumpel und Sauermagenverwerter nach jedem zweiten Satz. Kohl konnte leider nicht mehr bei Bewusstsein das neoliberale Verwesen, das er doch so sehr verehrte, miterleben. Die Opferbereitschaft, die er von allen armen Menschen verlangte, war bei ihm nie vorhanden. Viel geraubtes Geld und Vermögen des Volkes werden die Erben weiter verjubeln.

Aber es hat auch etwas Gutes. In diesen Tagen konnte jeder sehen, wer so alles zu diesem Räuberbandenklub, den Raubtierkapitalisten gehört, die auf der ganzen Erde die Menschen bis in den Tod ausrauben, weswegen über 65 Millionen Menschen auf der Flucht sind. Kohl war auch ein guter Freund der neoliberalen britischen Verbrecherin Thatcher, mit der in Europa der Ausbeuterkurs für alle sichtbar werdend bei den Bergleuten auf der großen Insel in den 90iger Jahren begonnen wurde. Von den Arbeitern hätte es den Tritt in die Weichteile um den After geben müssen.

Und die immer wieder bei geheuchelte Angela, sein liebstes Kind, feiert sich und ihr Menschen feindliches System. Sie nutzte das soziale System der DDR aus und verriet es. Sie nutzte die Kontakte zu den Geheimen um Informationen wie es auch Gauck tat, den Sozialismusfeinden bei ihren Auslandsreisen in den Westen zu geben.

Die Bande aus CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne usw. hat einen ihrer weniger. Aber die USA mit ihren Oligarchen um Bush trauern, während 60 Millionen in ihrem eigenen Land USA als Arbeitslose dahin darben müssen. Kohl wird uns nicht fehlen. Er reist auch kein Loch. Die Gewissheit lehrt auch heute, dass ihm aus seinem Klub noch viele folgen werden und all das geraubte Geld und Vermögen nicht mitnehmen können.