ARD bringt veralteten Bericht von Moskaus Oligarchen

Gestern, heute und am 27 Juli 2015 brachte und bringt die ARD auf Einsfestival den fast 6 Jahre alten Bericht der Rita Knobel-Ulrich mit dem Nichts sagenden Titel: „Moskau lässt die Puppen tanzen“. 2009 ließ Rita in Moskau ihre Kamera und ihr Mikrofon 45 Minuten lang den Reichen folgen. Wer die Ausdauer besaß bis zum Ende dieses Lobliedes auf den „hart erarbeiteten Reichtum“ zu warten, wird 2010 NDR entdecken. Das ist das erste Sendedatum. Das Erstellungsdatum war 2009.

Wladimir Putin war zwischen 2000 und 2008 zweimal russischer Präsident und ist seit 2012 das dritte Mal der Russische Präsident. Nach der Ära Jelzin (bis 2000) stand die Russische Föderation kurz vor dem Totalen Ausverkauf. Die Verträge über Rohstoffausbeutung durch US Amerikanische Konzerne und Unternehmen waren Unterschriftsreif. In diesen Verträgen sollte die Russische Föderation 0 Zahlung für die Ausbeutung der Rohstoffe auf eine Mindestdauer von 25 Jahre erhalten. Angeblich seien die Transportkosten bereits so hoch, dass für die Vergütung nichts übrig bleiben sollte.

Skrupelose Oligarchen bereicherten sich bis 2000 schamlos mit dem russischen Volksvermögen. In einem zuvor nicht vorhandenen Ausmaß verhungerten in Moskau immer mehr Kinder. Ganze Familien wurden Obdachlos, nach dem sie ihre Arbeit von den Oligarchen übernommenen Betrieben, verloren hatten. Korruption, Mord, Verbrechen und viel Willkür beherrschten das weite Land.

Mit Putin hatten die Oligarchen sich stark getäuscht. In ihren Augen unscheinbar und unbekannt setzte Wladimir einen Strich unter die Verbrechen. Das zügellose Ausrauben des Landes war vorbei. 18 Jahre Raubtierkapitalismus mit feudalistischem Anstrich brauchen viel Zeit in eine normalere Zukunft. Bis heute muss sich das Land davon erholen. Es braucht noch viele Jahre um den Stand vor Jelzins Ausverkauf zu erreichen.

Die Oligarchen wurden vor die Wahl gestellt, entweder mit dem geraubten Vermögen das Land wieder auf zu bauen oder vor Gericht gestellt zu werden. Der bekannteste Verbrecher ist Michail Chodorkowski. Er wurde in Russland verurteilt und saß wegen Korruption und Diebstahl im Gefängnis. In den westlichen Medien wurde Chodorkowski als Kreml Kritiker verharmlost. Mit Jukos verschaffte Chodorkowski dem ausländischem Group Menatep Limited (GML) in Gebraltar ein mehrfaches Milliarden schweres Vermögen. Chef der GML Tim Osborne klagte in Den Haag vor dem Sondergericht und nichtstaatlichem Schiedsgericht die Russische Föderation auf 50 Milliarden US Dollar Schadenersatz. Das Schiedsgericht gab dem Kläger Recht, was angesichts der Anwälte, die gleichzeitig auch Richter waren, keine wirkliche Überraschung war.

So gesehen der Vorläufer des TTIP. Chodorkowski wäre wegen der selben Verbrechen in den USA nach US Recht zu lebenslanger Haft oder sogar zum Tode verurteilt worden, und wäre nicht nach einer Begnadigung nach 10 Jahren auf freiem Fuß gesetzt worden. Kein Geringerer als Hans-Dietrich Genscher holte diesen Verbrecher auf Steuerkosten nach Berlin, wo dann Michail seine Kreml Kritischen Worthülsen absondern durfte. Von ARD bis ZDF und von ntv bis n24 gab es keine Kritik. Alle schwelgten im Einklang der auferlegten Propaganda.

Die 50 Milliarden wird Russland nicht zahlen, weswegen der Westen die Sanktionen verhängt hat. Damit wird aber hauptsächlich der Süden Europas geschädigt. Die verlogene Behauptung, Russland würde Soldaten und Militär in der Ukraine eingesetzt haben, wird für die Bevölkerung als Tarnung und Ablenkung genutzt.

Um ein gutes Bild der Reichen und Verblödeten und Kriminellen zu zeichnen, wiederholt die ARD die weich zeichnende Reportage: „Moskau lässt die Puppen tanzen“. Der Norddeutsche Rundfunk, der bekannt dafür ist, Ausgewogenheit und Neutralität nicht kennen zu wollen, was Tagesschau und Tagesthemen jeden Tag offen legen, hat diese Dokumentation wieder aufgelegt.

Hier die säuselnden Lobesworte der Rita Knobel-Ulrich:

Zitat:

„Nirgendwo sonst gibt es mehr Milliardäre als in Moskau, nirgends wird Reichtum provokanter zur Schau gestellt.

Hier gibt es Mädels und Mittelstreckenraketen, Klunker und Kaviar, wenige lupenreine Demokraten, aber viele lupenreine Karat: Moskau vergisst 70 ‚graue‘ Jahre, will alles und zwar sofort. Graues Häusermeer, Servicewüste – das war gestern. Heute kann man in Moskau um drei Uhr morgens einkaufen, um vier Uhr dinieren, sich um fünf Uhr die Haare schneiden lassen. Jeder hat eine Idee, wie sich irgendwie Geld verdienen lässt.

Nicht nur Bonzen schwelgen im Konsumrausch. Auch Durchschnittsverdiener haben Einkaufen als Hobby entdeckt.

Unteroffiziere der russischen Armee verdienen sich als Wachleute in bzw. vor edlen Einkaufspassagen, Nachtklubs oder auf wilden Partys ein Zubrot. Im Mutterland der Emanzipation, der Kosmonautinnen und Ingenieurinnen, Chefärztinnen und Bauarbeiterinnen sind Frauen wieder Schmuckstücke: Jung und langbeinig schmücken sie kleine, ältere, reiche Männer, die befragt, womit sie ihr Geld verdienen, nur lakonisch antworten: ‚Business!‘.

Sie leben schwer bewacht hinter hohen Zäunen: die Businessmen, die Superreichen.

Und sie genießen das Leben mit einer Mischung aus Größenwahn und Gier, leben, als sei Sparen eine Schande. Wer da nicht mithalten kann, ist auf Mitleid angewiesen.

Babuschkas trifft es vor allem. Sie kämpfen in einer der teuersten Städte der Welt ums Überleben.

Das GUM, früher das staatliche Universal-Kaufhaus, ist heute eine hippe Einkaufspassage: Früher bekam man dort aus dem Textilkombinat ‚Die Bolschewikin‘ graue Sackkleider in Übergrößen, Filzstiefel und Süßigkeiten der Schokoladenfabrik ‚Roter Oktober‘. Inzwischen schweben Moskauerinnen auf atemberaubenden Absätzen durch die Stadt, es haben sich hier Gucci und Pucci, Schweizer Uhrenfirmen und amerikanische Nobelmarken einquartiert.

Dabei wissen Moskowiter aber: der Zar ist nicht weit und dem darf man nicht in die Suppe spucken. Wer Geschäfte machen will, muss sich aus der Politik heraushalten.

Jeden Abend und Morgen stehen Moskauer ergeben im Stau, denn der Zar braust auf einem Mittelstreifen vorbei, der schon zu Zeiten des real gewesenen Sozialismus für die Nomenklatura reserviert war. Das hat sich nicht geändert. Und dass nur wenige aufmucken auch nicht.

Moskau ist verdammt anstrengend, wild und unberechenbar. Im Mittelalter war die Stadt fast 200 Jahre mongolischen Eroberern tributpflichtig. Manche wissen bis heute nicht genau, ob man hier schon in Asien oder doch noch in Europa ist. Eine Mischung eben aus Grausen und Entzücken. Moskau ist im Kreis der Weltstädte angekommen.

Wo war noch mal dieses New York?“

Nachdem diese nette Rita vom Norddeutschem Rundfunk den Herrschaften der Milliarden schweren Diebesbanden eine harte Arbeit bescheinigte komme ich noch zu einem Beispiel von erheiternde Lüge und Erfindung des Größenwahns. Präsident Putin soll mehrfacher Milliardär sein. Dafür führt der Locus folgende Beweise an:

Zitat: „Er soll ein Vermögen von 40 Milliarden Dollar angehäuft haben….Über Strohmänner, Off-Shore-Firmen und Bestechungsgelder soll Russlands Präsident Wladimir Putin ein Vermögen von 40 Milliarden Dollar angehäuft haben….Außerdem wird immer wieder über eine Villa spekuliert, die Putin im Süden Russlands errichten soll. Ihr Wert wird auf eine Milliarde Dollar geschätzt. Beweise dafür, dass das Bauprojekt dem Präsidenten gehört, gibt es allerdings nicht….Experten gehen davon aus, dass er mit 4,5 Prozent an Gazprom beteiligt ist. Außerdem sollen 37 Prozent der Anteile am Öl- und Gasförderer Surgutneftegaz zu Putins Imperium gehören….Strohmänner verwalten sein Vermögen.“

In diesem gesamten Lügengebilde von SOLLEN, SOLL, SPEKULIERT und GESCHÄTZT sowie BEWEISE DAFÜR GIBT ES ALLERDINGS NICHT, wird diese Realität versteckt:

Zitat: „Putin selbst gibt sich für sein Volk bescheiden. In seiner jüngsten Vermögensübersicht für die Präsidentschaftswahl 2012 listete er lediglich sein offizielles Präsidentengehalt von 140.000 Dollar im Jahr, eine 77-Quadratmeter-Wohnung, eine Garage und drei Ladas auf. Sein offizielles Gehalt hat Putin kurz nach der Wahl erhöht. Er verdient nun 193.000 Euro pro Jahr – fast so viel wie Kanzlerin Angela Merkel.“

Da lobe ich mir doch unsere Volksvertreter, die ihre Bezüge so ganz nebenbei selber erhöhen und es zum Hohn Diäten nennen. Das ist doch echte und wahre Demokratie. Da wurde mit Sicherheit das Volk befragt. Nur kann ich mich an kein einziges Mal erinnern! Das 19. Änderungsgesetz zum Bundeswahlgesetz ist durch das Bundesverfassungsgericht immer noch ungültig. Das gesamte Wahlgesetz gehört auf den Prüfstand, da dieses eine demokratische Wahl nicht ermöglicht.

Und da fallen mir die Neben- und Hauptbeschäftigungen vieler Abgeordneter ein, die diese so sehr beanspruchen, dass sie ihre Hauptaufgabe als Abgeordneter nicht erfüllen können. Und sie werden von diesen gut bezahlten „Nebenbeschäftigungen“ sogar so beeinflusst, dass sie eine entgegengesetzte Auffassung bekommen und haben, als diese vor der Bundestags- oder Landtagswahl gewesen ist.

In der BRD gibt es eine Menge Oligarchen. Milliardäre und Millionäre, die das „hart verdiente“ Geld den Arbeitnehmern durch Niedriglöhne und Knebelverträge abgepresst haben. Und diese Oligarchen bereichern sich auch mit Hilfe von überhöhten Mieten. Nur zu einem sind diese Oligarchen nicht fähig, Erwerbsarbeitsplätze zu schaffen. Dazu fehlt diesen Räubern die gewisse soziale Kompetenz.

Der NDR und die ARD bringen dann auch dazu passende Hetzfilme über Arbeit- und Obdachlose, die dann immer als faul und Arbeitsscheu diffamiert werden. Und dazu gibt es von Rita Knobel-Ulrich einen passenden Streifen(2005), den diese Frau vor dem Besuch in Moskau drehte. Dabei vergisst sie die Anzahl der Arbeitslosen von fast 7 Millionen zu nennen und vieles andere mehr.

Die Rita fuhr für ihr Studium in die Sowjetunion nach Moskau und Leningrad. Diese graue Zeit, wie sie es nennt, kannte weder tiefe Armut und Obdachlosigkeit im „Real existierenden Sozialismus“. Vielleicht bringt sie mal einen Film darüber, wie der Westen völkerrechtswidrig Sanktionen gegen den Osten Jahrzehnte lang verhängte. Damals wurde es Boykott oder Embargo genannt.

Der Westen redet zwar von Werten, die dieser nie wirklich nennt. Es sind nur Synonyme. Demokratie und Freiheit dienen der Vertuschung. Die BRD ist Weltmeister im Export von Kleinwaffen (Pistolen und Minen) und dritter im Export von Großwaffen (Panzer, Raketenwerfer und U-Boote). Wonach klingt das?

Die BRD hat ein Verteilungsproblem. Über 5 Billionen(5000 Milliarden) Euro schwirren ungenutzt im Land herum. Die BRD hat 2,1 Billionen(2100 Milliarden) Euro Schulden. Bis heute wird anstatt das Produkt zu versteuern, die Arbeit versteuert. Und diese Steuer ist ein Gesetz aus dem Dritten Reich. Schon damals wurden Unternehmer mit Samthandschuhen angefasst.

Die Russische Föderation wehrt sich permanent gegen Einflüsse von sogenannten NGOs. Es sind Nicht Regierungs Organisationen, die aber nicht selten im Auftrag von Regierungen oder Unternehmen von Regierungen tätig sind, um Destabilisierungen in anderen Staaten zu erzeugen. Präsident Putin hat bei vielen Gesetzen mitgewirkt, die diese nicht russischen NGOs in ihrer Tätigkeit beschränken.

ARD und ZDF sprachen von unerhörten Vorgängen. Im gleichen Atemzug verschwiegen sie das Verbot von Leiharbeit in Russland. Leiharbeit, die in der BRD so richtig den Arbeitnehmer zu Sklaven degradiert, ist dort verboten. Moskau wird noch sehr lange Zeit benötigen, den ungezügelten Import des Raubtierkapitalismus aus der Jelzin Ära wieder los zu werden.

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