Straßenkinder trifft man überall – doch fast alle schauen weg

Deutschlands größter Rekord! Armut schaffen, und die Jobcenter Bearbeiter können voller Stolz wie die SPD sagen, wir haben’s gemacht, wenn jemand fragen sollte: Wer hat’s gemacht?

mein name ist mensch

Den Charakter einer Gesellschaft erkennt man daran, wie sie mit ihren schwaechsten, aermsten, aeltesten und hilfsbeduerftigsten Mitgliedern umgeht.

Cartoon: Collateral damage (medium) by A Tale tagged buch,spielzeug,ruine,obdachlos,zivilbevoelkerung,zukunft,kind,schaeden,gewalt,frieden,opfer,krieg,kollateralschaeden

von Susan Bonath

Die Zahl der obdachlosen Jugendlichen steigt.

Diese Jugendlichen sind nicht nur obdachlos. Sie sind herausgerissen. Herausgerissen aus der Geborgenheit, aus der Gesellschaft. Einst herausgestürmt aus den Hamsterrädern, in die man sie drängen wollte, oder aus einer unerträglichen, meist hoffnungslosen Situation, sind sie auf dem kalten Asphalt der Straße gelandet. Viele hatten große Träume, als sie fortliefen.

Ich habe bei meinen Projekten viele Straßenkinder getroffen. Sie kamen gleichermaßen aus armen wie reichen Elternhäusern. Sie haben sich verabschiedet. Ein Aufbruch sollte es sein, ein Überlebenskampf ist es geworden. Ich traf 15jährige Alkoholabhängige, 13jährige, die im Winter auf Lüftungsschächten in Parkhäusern übernachteten, bis sie von der Polizei oder Ordnungsbediensteten um fünf Uhr morgens vertrieben wurden. Mit Stiefeln, mit Worten, wie „verpiss dich“. Die meisten bekamen keine Sozialleistungen, waren nicht krankenversichert. Sie lebten…

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