Unter dem Radar / Hartz IV Sanktionen entgehen

Im Ansatz ist es richtig, aber praktisch nicht durchführbar. Der ALGII Regelsatz, also die „Grundsicherung“ sieht keine Kosten für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche vor. Zu dem sind mehrere Punkte in dem Regelsatz zu niedrig bemessen, die mit vorgesehenem Geld aus anderen Punkten finanziert werden muss. Da alle sozialen Leistungen im Voraus gezahlt werden müssen, muss auch für geforderte Bewerbungen und Vorstellungsgespräche diese Leistungen im Voraus gezahlt werden. Die Jobcenter weigern sich bekanntlich immer dies zu tun und hoffen auf die Unwissenheit der Erwerbslosen.
Mein Tipp: Den Fallmanager darauf hinweisen, dass Bewerbungen im Regelsatz nicht enthalten sind und dafür die Kosten bei 10 schriftlichen Bewerbungen somit 50 Euro aufs Konto zu überweisen sind. Oder die Fahrten zum Vorstellungsgespräch vor Antritt zum Bewerbungsgespräch aufs Konto überwiesen lassen. Da dies alles ein wenig Zeit braucht, ist es an der Arge bzw. des Jobcenters schnell die Gelder zu genehmigen.
Diese Leistungen sind alles KANN Leistungen. Keine Leistung – Keine Bewerbung und keine Vorstellung. Und darauf hinweisen, dass die Gesetze eingehalten werden müssen. „Schwarz“ Fahren, Benzin, Briefmarken, Briefpapier, Briefumschläge klauen, usw. sind Straftaten, die jeder Erwerbslose zu begehen ausdrücklich ablehnen soll. Und sollte ein Mitarbeiter des Jobcenters trotzdem zur Bewerbung, zum Vorstellungsgespräch drängen ist es Nötigung zur Straftat. Dann folgt Anzeige bei der POLIZEI, einen Strafantrag beim Landgericht. Sollte eine Sanktion erfolgen, eine Vereinbarung über die Missachtung der Menschenrechte zu senden in enormer Forderung und die Bearbeitungsgebühren und Frist nicht vergessen.
Und das Veröffentlichen nicht vergessen. Straftäter mögen keine Öffentlichkeit, habe ich mir sagen lassen, besonders wenn sie mit Namen und Unrechtswirkstätte genannt werden. Viele Flugblätter in der Stadt um das Jobcenter herum verteilt, könnte manchen Bürger die zu gekleisterten Augen öffnen.

Aufgewacht


Das Jobcenter wird es schwer haben jemanden zu sanktionieren, wer :

  • zu den Vorladungen (Einladungen) erscheint
  • sich innerhalb 3 Werktagen auf Stellenvermittlungsvorschläge schriftlich bewirbt oder wer sich innerhalb 3 Werktagen telefonisch um ein Vorstellungsgespräch bemüht, wenn verlangt
  • zu einem Vorstellungsgespräch bei einem Maßnahmeträger erscheint
  • zwischen 8 bis 10 schriftliche Bewerbungen je Monat schreibt
  • keine Eingliederungsvereinbarung unterzeichnet
  • Schenkungen oder Einnahmen bekannt macht
  • seinen drohenden Arbeitsplatzverlust unverzüglich meldet

Und trotzdem brauchst Du

  • keinen Job bei einer Zeitarbeitsfirma machen (1)*
  • keine Bildungsmaßnahme bei einem Träger machen (2)*
  • keinen 1-Euro-Job bei einem Träger machen (3)*
  • keine Bürgerarbeit bspw. im Altenheim machen (4)*

(1) Einfach mal den Satz „Ich behalte mir das Recht vor zum Vorstellungsgespräch einen Beistand mitzubringen“ in das Bewerbungsanschreiben einbringen. Bei telefonischer Bewerbung ebenfalls erwähnen. Es ist momentan kein Zeitarbeitsunternehmen bekannt, welches sich damit einverstanden erklärt!

(2) Wenn Du mit einem Zeugen beim Maßnahmeträger zum ersten Maßnahmetag oder “Arbeitstag” erscheinst und den…

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