Das Internet ist wie eine Stadt

Waren sie schon einmal in Berlin? Eine tolle Stadt, viele Leute, viele Straßen, viele Geschäfte, viele Schienen für S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn. In den Straßen fahren Busse, Taxis, LKWs, PKẂs, Fahrräder und viele andere Fahrzeuge. In den Häusern befinden sich meistens Wohnungen. Jede Wohnungstür hat ein oder mehrere Schlösser. Schlösser sind auch an Fahrzeugen, an Geschäften usw. Also nichts Außergewöhnliches.

Betrachten wir das Internet. Es scheint unendlich groß zu sein. Private und geschäftliche Inhalte sind auf Servern. Sie verbinden lange Kabel. Die meisten Vorgänge geschehen für uns unsichtbar. Als wären sie nicht da. Diese Vorgänge werden nicht wahr genommen.

Im Internet befinden sich sehr viele Geschäfte und viele Inhalte von Privatpersonen. Die Geschäfte sind Facebook, Twitter, Skype, MSN, Yahoo, ICQ, eben alle, die etwas verkaufen wollen. Der Begriff Verkaufen muss hier weiter gefasst werden. Ist in der Stadtwelt das Zahlungsmittel meistens das liebe Geld, wird im Internet auch ohne Geld bezahlt. Das andere Zahlungsmittel sind Daten, Informationen und Profile.

Email Dienste kennen über 99,9% die Inhalte der kostenlosen Nutzer. Nicht anders ist es bei Skype, wobei hier die Kennrate bei 100% liegt. Jedes Gespräch, jeder Datenverkehr ist Skype bekannt. Und die Daten gehören Skype. So bald sie Skype nutzen gehen alle Daten, die über Skype versendet werden in das Eigentum von Skype über.

Die Verschlüsselung dient ihrer Beruhigung und der Tarnung. Denn diese Verschlüsselung endet beim Skype Server. ebenfalls ist es so bei Email Diensten. Benutzen sie eine Verschlüsselung, endet diese beim Email Server. Außer, sie nutzen die eigentliche Datenverschlüsselung des Textes der Email, die der Email Dienst nicht entschlüsselt.

Die sicherer Verschlüsselung ist immer die Nutzer zu Nutzer Verschlüsselung (Ort zu Ort).

Bereits die angesprochenen Dienste sind Geschäfte, die sie an einer Straße liegend vorstellen können. So wie in einer Stadt. Und viele Dienste sind so gestaltet, als hätten sie einen Verkaufsstand an einer Straße. Bewerbungsbörsen, Singelbörsen usw. tummeln sich auch an dieser Straße. Sind sie bei einer Schulbörse oder, oder, oder?

Sie würden nie ihren Lebenslauf oder Briefe an ihren Freund oder Freundin auf offener Straße oder in Mitten von vielen Kunden offen liegen lassen oder verlesen. …Oder ihre Kinder mitnehmen und auf der Straße allen laut präsentieren. Jeder kann Bilder machen und erfährt in welchem Verein der Kleine spielt, oder in welcher Schule sie ihr Instrument lernt.

Facebook und Twitter sind voll von diesen Selbst- und Fremddarstellungen. Diese Informationen liegen noch nicht auf der Straße aber dank der Suchmaschine Google findet jeder diese dann genau dort. Er muss nur nach den richtigen Stichworten suchen. Sehr schnell wissen sie nicht nur was diese Helden tun, sondern wo sie wohnen und was sie sonst noch machen.

Damit jeder sieht, wo sie sind, haben sie Smartphone, Tablet PC, und andere Geräte mit GPS und Betriebssystem der Datensammler. Das Richtige würde das Wechseln zu einem sichereren Betriebssystem sein.

Sie würden nie an einem Baum einen Zettel kleben, wo andere erfahren, wo sie in zwei Wochen sind. Anders im Internet. Schon eine harmlose Email mit dem folgenden Inhalt: „Wir fliegen in einer Woche nach Schanghai“ eröffnet Einbrechern eine WaHrE Fundgrube. Ganz langsam und in vollkommener Ruhe können die Diebe alles mitnehmen.

Und dann sind noch die Dienste des krankhaften Wahn Sammelns. BND, NSA, usw. lauschen Nutzer mit raffinierten Programme aus. Dabei setzen sie auf die Sorglosigkeit vieler Nutzer. Die Meldung über die Tatsache des Ausspionierens zog wie ein lauer Windhauch durch die Landen.

Nur wenige Nutzer sorgten für ihren eigenen Schutz. Die Masse der Nutzer geht so vor: „Was ich nicht sehe geschieht nicht und was nicht geschieht ist nie passiert“.

Würden sie oder sie ihre Schlösser aus dem Auto, aus der Haus- oder Wohnungstür, aus der Gartentür usw ausbauen, oder offen stehen lassen, wenn sie weg gehen? Ich kenne keine einzige Person, die so etwas in der Stadt tut. Im Internet machen es die meisten.

Auf der Straße stecken sie Briefe in einem Umschlag. Sehr wenige sind in der Lage den Inhalt zu lesen. Sie könnten den Inhalt per Karte schicken. Den nächsten Vertrag, oder die nächste Bestätigung für eine Anmeldung eines Motorrades. Im Internet ist die Email nicht verschlüsselt, also ohne Umschlag.

Was ich damit ausdrücken möchte, ist die Unsichtbarkeit. Da viele Vorgänge im Internet nicht sichtbar sind, ergreifen sie keine Möglichkeit des eigenen Schutzes. Person Sorglos tritt an.

Auch wenn Verschlüsselungen geknackt wurden, heißt es nicht, dass der verschlüsselte Datenverkehr pausenlos entschlüsselt wird. Vielmehr wird die Zeit zum Knacken des Schlosses kürzer.

Kein Schloss ist absolut sicher. Aber es verschafft dem Dieb Arbeit und Zeit, der dieser investieren muss. Danach kennt er den Inhalt und wird enttäuscht abziehen, wenn der Inhalt nur Bla Bla enthält.

Sie haben es selbst in der Hand sich zu schützen. Kein(e) andere(r) tut es für sie.

Schramme Journal bietet ihnen nicht den absoluten Schutz. Nur einen minimalen, der meistens ausreicht. Per Email mit PGP Verschlüsselung oder per XMPP ebenfalls von Ort zu Ort verschlüsselt.

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